Der größte Teil der Erdoberfläche (71 Prozent) ist von Wasser bedeckt. Dem Philosophen Thales von Milet nach zu urteilen ist es der Urstoff allen Seins. Als Trinkwasser ist es für den Menschen lebensnotwendig.
Natürliche Auen weisen besonders hohe Artenvielfalt auf
Bäche und Flüsse sind die dynamischen Lebensadern der baden-württembergischen Landschaft. Als besonders reichhaltig mit Tier- und Pflanzenarten ausgestattete Lebensräume sind Auen die Biodiversitäts-Hotspots Mitteleuropas.
Integriertes Rheinprogramm IRP und Wasserrahmenrichtlinie WRRL
Die Gewährleistung von Hochwasser- und Naturschutz-Zielen ist Inhalt des Integrierten Rheinprogramms. Gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie muss ein guter ökologischer Zustand aller Wasserkörper - dazu gehören Flüsse, Bäche, Seen und Grundwasser - bis zum Jahr 2015 erreicht sein. Schon jetzt ist allerdings die Beantragung von Fristverlängerungen durch die Landesregierung angekündigt.
Ein aktueller Wärmelastplan für den Rhein ist nötig
Weiterhin bedroht die drastische Rheinerwärmung die Wanderfischarten.
Noch vor 50 Jahren stieg die Rheintemperatur bei Mannheim auch im Hochsommer nur ganz selten über 25°C. Heute erreicht sie 28°C und mehr und liegt damit bereits drei Grad über dem natürlichen Niveau. Eine Studie des BUND hat ergeben, dass zwei Grad der Temperaturerhöhung aus der Ableitung der Abwärme von Kraftwerken wie z.B. dem Atomkraftwerk Philippsburg und den Kohlekraftwerken in Karlsruhe und Mannheim resultieren. Zwei weitere Kohlekraftwerke - RDK8 in Karlsruhe und Blöck 9 in Mannheim - sind derweil im Bau.
Der BUND Regionalverband Mittlerer Oberrhein engagiert sich umfassend vor Ort und mit Stellungnahmen für lebendige Gewässer und gegen die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen.